Verschiedene Kragen-Arten bei Masshemden
Wenn es um Maßhemden geht, sind Details wichtig. Manschettenarten, Stoffe, Knopfarten, Rückenfalten oder Kragenarten werden zu wichtigen Themen. Ein Maßhemd ist nicht einfach irgendein Oberhemd, sondern eine vollendete Verkörperung der Hemdenidee, deren perfekter Sitz auffällt.
Der klassische Kragen
Der klassische Hemdenkragen an einem maßgeschneiderten Hemd ist heutzutage ganz sicher der Kentkragen. Er zeichnet sich durch unterschiedlich weit auseinander gestellte Kragenschenkel aus. Die Form der Kragenspitzen kann gerundet oder unterschiedlich spitz sein, auch die Länge der Kragenschenkel variiert. Im Grunde ist der Kentkragen also sehr variabel und formal nicht allzu eng definiert. Genau das macht ihn so beliebt, auch im Freizeitbereich. Im Businessbereich wirkt er klassisch-edel, bei weiter gebundener Krawatte lässig. Neu im Sortiment ist der New Kent-Kragen – eine Melange aus spitz geschnittenen Kragenschenkeln und Haifischkragen. Der Etonkragen ähnelt dem Kentkragen, besitzt aber eine kleinere Spreizung. Verlängerte Kragenspitzen beim Bristolkragen ermöglichen es, die Kragen-Enden weiter nach unten zu ziehen. Dickere Krawatten und nicht zu kurz getragene Krawattenknoten passen hierzu perfekt.
Der Button Down Kragen
Ob man zu einem Maßanzug einen Button-Down-Kragen bevorzugt, ist Geschmackssache. Die Kragenschenkel sind hier mit Knöpfen an die Hemdenbrust geknöpft. Den Button-Down-Kragen kann man mit eng oder weit gebundener Krawatte tragen. Er wirkt mit schmalen oder breiten Krawatten gleich gut. Eine Variante davon ist der verdeckte Button-Down-Kragen. Wer die Knöpfe lieber verdeckt trägt, wählt diesen Kragen. Der Haifischkragen ist auch unter dem Namen Shark-Kragen bekannt. Er erfreut sich auch beim Maßhemd großer und zunehmender Beliebtheit. Möchte man einen voluminösen Krawattenknoten tragen, eignet sich dieser Kragen ganz besonders gut an einem Oberhemd. Den Kontrastkragen würde man heute nicht mehr unbedingt an einem Maß-Oberhemd sehen wollen, aber in den Goldenen Zwanzigern war er ein Must-Have. Heutzutage sehen wir ihn eher als extravagant an. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen weiß ist, das Hemd aber andersfarbig, gestreift oder leicht gemustert. Auch im Businessbereich kann das mit entsprechenden Accessoires sehr gut aussehen. Als kleiner Angestellter sollte man damit aber besser nicht auffallen.
Der Tabkragen
Das Hemd mit Tabkragen ist im Unterschied zu den genannten Kragenvarianten ohne Krawatte nicht denkbar. Es ist ein reines Krawattenhemd mit Laschen am Kragenschenkel, die den perfekten Sitz der Krawatte zum Ziel haben. Elegante Smoking- oder Galahemden haben einen Kläppchenkragen. Wie man sieht, kann man zu einem Maßhemd allerlei Kragenformen wählen. In der Regel bevorzugt man im Geschäftsalltag eine bestimmte Kragenform und hat eine Auswahl an dazu passenden Krawatten. In der Freizeit kann durchaus eine Vorliebe für andere Kragenformen bestehen, die legerer wirken.